Szenarien für Europas Versorgungssicherheit bis 2035
Die vorliegende Studie untersucht die Versorgungssicherheit Europas im Seeverkehr vor dem Hintergrund der seit 2023 anhaltenden Angriffe im Roten Meer und der Sperrung der Straße von Hormus im Jahr 2026. Sie entwickelt drei Szenarien bis 2035: eine überwachte Wiederöffnung der Seewege mit redundanten Ausweichrouten, eine dauerhaft verwaltete, jedoch umstrittene Passage mit lediglich partiellen Umgehungen sowie die Konvergenz gleichzeitiger Schließungen am Golf, im Roten Meer und in Ostasien. Ihr gemeinsamer Befund lautet, dass Pipelines und Landkorridore die Verwundbarkeit europäischer Lieferketten mindern, den Seeverkehr jedoch in keinem Szenario ersetzen können.